SM Lexikon

Latex

Jeden Tag begegnet man beim Einkauf Produkten, die aus Latex hergestellt wurden. Seien es Kondome, Putz-, Spül- oder Einmal-Handschuhe. Es gibt aber Menschen, für die Latex nicht nur irgendein Material ist, sondern sie benötigen Gegenstände oder Bekleidung aus Latex zum Ausleben ihres Fetisches.
Unter Fetisch versteht man die sexuelle Fixierung auf ein Objekt, sei es ein Gegenstand oder ein bestimmtes Körperteil. Man spricht auch von einem Fetisch, wenn durch den blossen Anblick oder das Berühren/Riechen eines bestimmten Materials wie in diesem Falle Latex eine sexuelle Stimulierung stattfindet.

Man unterscheidet zwischen getauchten, geklebten und genähten Latexprodukten. Einfache Gegenstände werden im Tauchverfahren hergestellt, bei dem eine Form in flüssigem Latex eingetaucht, herausgezogen und getrocknet wird. Geklebte oder genähte Latexware wie Fetischbekleidung wird aus Latexbahnen geklebt bzw. genäht. Latexbekleidung muss intensiv gepflegt werden, da Gummi dazu neigt brüchig zu werden. UV Licht, Fett und Öl sind Gift für Latex. Daher sollte Latexbekleidung nach dem Tragen mit entsprechenden Pflegeprodukten durchgewaschen werden. Nach dem Trocknen werden Latexbekleidungsstücke mit Talkum eingepudert um ein Verkleben zu vermeiden. Anschliessend als Schutz vor UV- Strahlung dunkel lagern und nicht auf einem Haufen stapeln, sondern jedes Teil auf einen Kleiderbügel hängen, so vermeidet man Aneinanderkleben und Falten. Wird ein Latexteil getragen, kann es mittels Silikonöl hochglänzend erstrahlen. Wie man erahnen kann, ist die Pflege von Latexprodukten, gerade wenn viele vorhanden sind, sehr zeitintensiv. Daher halten manche SM- und Dominastudios einen Sklaven, der sich um die benutzten Latexgegenstände wie Latexlaken, Latexbekleidung usw. kümmert und sie entsprechend reinigt und pflegt.