SM Lexikon

Sadismus

Der Begriff Sadismus wurde erstmals 1886 von dem Psychiater Dr. Richard von Krafft-Ebing angewandt, abgeleitet von dem Schriftsteller Donatien Alphonse Francois Marquis de Sade, dessen Werke zu den Klassikern im Genre sadomasochistischer Literatur gelten. rnrnDas Pendant zum Sadimus ist Masochismus. Wie ein Sadist einen Masochisten braucht, den er zu seinem Lustgewinnt züchtigen kann, braucht ein Masochist einen sadistischen Gegenpart. Das Eine geht nicht ohne das Andere.Wohlgemerkt: Die Rede ist von Sadismus im BDSM Kontext. Während ein Sadist Lust an Züchtigungen und dem Spiel mit Macht und Ohnmacht hat, erhält ein Masochist seinen Lustgewinn durch körperliche Züchtigungen, meist verbunden mit Demütigungen. Ein Sadist wird erregt, wenn er anderen Schmerzen zufügen kann, ein Masochist wird durch Schmerzen erregt. rnAnders als in den Werken von de Sade, spielen sich diese Praktiken aber heute einvernehmlich und freiwillig zwischen den betreffenden Partnern ab. Gerade die Einvernehmlichkeit regelt den schmalen Grad zwischen Sadomasochismus und Vergehen gegen die sexuelle Selbstbestimmung sowie Missbrauch von Gewalt im rechtlichen Sinne.rnDas "S" wie Sadismus findet man auch in dem Begriff BDSM, Abkürzung für Bondage&Discipline ((Fesselung&Disziplin) / Dominance&Submission(Beherrschung&Unterwerfung) / Sadism&Masochism(Sadismus/Masochismus)]. Oft wird auch nur das Kürzel SM (Sadomasochismus) verwendet.